Petersilie

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… Beschreibung:

Petersilie ist eine zweijährige Pflanze. Der 30 – 60 cm hohe Stängel ist gerillt und zur Spitze hin verzweigt. Die kleinen, gelblichen Blüten bilden sich im September.

Es gibt zwei Sorten der Petersilie: mit glatten und mit krausen Blättern. Beide Formen sind reich an Vitaminen und Mineralien.

…Allgemeines und Historisches:

Die Griechen schmähten die Petersilie in der Küche, gaben ihr aber trotzdem einen hohen Stellenwert: Sie galt als Symbol festlicher Fröhlichkeit, bekränzte Sieger im sportlichen Wettkampf.
Die Römer gaben der Petersilie einen ähnlichen Stellenwert, schmähten sie aber nicht in der Küche. Sie brachten die Petersilie wahrscheinlich auch nach Mitteleuropa, wo sie dann aber wieder in Vergessenheit geriet. Erst im 16. Jahrhundert erlangte sie wieder an Geltung.

Heute ist der aus der östlichen Mittelmeerregion stammende Doldenblütler ein Standardgewürz. Es gibt viele verschiedene Sorten: Petersilie mit krausen (P. crispum) und glatten Blättern (P. sativum) sowie die Wurzel-Petersilie (P. crispum var. tuberosum).

…Volksmedizinisches und Heilkundliches:

Petersilie ist reich an den Vitaminen A, B1, B2, C und E, enthält Nicotinsäureamid, Magnesium und Eisen.
Sie regt die Verdauungsorgane an, hilft bei Menstruationsbeschwerden und wird bei Kreislaufstörungen angewendet. Sie ist nützlich gegen Bluthochdruck, wirkt kräftigend und anregend.
Man legt Petersilie auf Insektenstiche, Hämorrhoiden und Verrenkungen.

Das ätherische Öl, das sich besonders in den Samen konzentriert, ist giftig. Daher sollten keine Samen in der Küche verwendet werden.
Während einer Schwangerschaft und bei Nierenerkrankungen sollte man die Petersilie meiden. Die Haut kann lichtempfindlicher werden.
Vorsicht ist auch geboten, wenn die Petersilie auf mit Schwermetallen belasteten Böden wächst, da sie die Schwermetalle anreichert.

…Küche:

Petersilie wird am besten nicht gekocht (Vitaminverlust), beim Einfrieren oder Trocknen verliert sie an Aroma. Trotz geringer Aromaeinbußen hält sie sich erstaunlich lange im Kühlschrank frisch. Dazu entweder in eine Plastiktüte packen oder mit Wasser besprengen und in Küchenpapier wickeln.

Die glattblättrige Petersilie ist zum Kochen besser geeignet, da sie ein ausgeprägteres Aroma besitzt und Hitze besser verträgt. Die krausblättrige eignet sich vor allem zm Garnieren vieler Speisen.

Feingehackte Petersilie sorgt für Farbe und Frische, wenn sie kurz vor dem Servieren an Saucen, Salate oder Butterkartoffeln gegeben werden.

Petersilie ist Bestandteil des Bouquet garni, wird für Soßen, Kräuterbutter, Suppen, Eierspeisen, Fisch, Muscheln, Fleisch, Geflügel, Kartoffeln, Semmelknödel und als Garnierung zu fast allen europäischen Gerichten verwendet.

Die Wurzelpetersilie wird (wie die anderen Wurzelgemüse) in Suppen und Soßen verwendet.

…Garten und Anbau:

Petersilie kann ab März ausgesät werden. Die Samen benötigen rund 4 Wochen zum Keimen. Die Pflanzen sollten einen Abstand von 15 Zentimetern haben. Petersilie muß feucht, aber nicht naß gehalten werden. Petersilie mag besonders einen tiefgründigen, nährstoffreichen, aber nicht frisch gedüngten Boden an einem halbschattigen Standort.

Da Petersilie in zweiten Jahr zur Blüte kommt und dann abstirbt, muß jedes Jahr frisch gesät werden, am besten an wechselnden Standorten.
Im zweiten Jahr im September kann man die Wurzel ernten. Man wäscht und schneidet sie und läßt sie in luftigen Räumen trocknen.

Petersilie verträgt sich nicht mit Salat und Lauch, mag aber die Nähe zu Tomaten, Zwiebeln, Meerrettich, Radieschen und Spargel.

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