Was war zuerst da: Das Ei oder das Huhn?

EierAus was besteht ein Hühnerei?

Legehennen legen pro Jahr etwa 280 Eier.

Das Hühnerei besteht zu: 58 % aus Eiklar, 32% aus Dotter, 10% aus Schale.

Der Dotter besteht zu fast einem Drittel aus Fett oder fettähnlichen Substanzen wie Lecithin oder Cholesterin. Ein Ei enthält 6 g Fett.

Grössere Eier haben prozentual weniger Dotter und mehr Eiklar (Das Eiklar wird fälschlicherweise als „Eiweiss“ bezeichnet, es besteht nur 10% aus Protein, der Rest ist Wasser). Eigelb wird zum Legieren von Suppen und Sossen verwendet, das geschlagenen Eiweiss zum Stabilisieren von Speisen.

Sind braune oder weisse Eier besser?

Eier können braun oder weiss sein. Das Futter ist dafür nicht verantwortlich. Es gilt die Faustregel: Hühnerrassen mit roten Ohrscheiben legen braunschalige, solche mit weissen Ohrscheiben, weissschalige Eier. Die Ohrscheibe ist die kleine Hautpartie hinter und unter dem Auge. Die Farbe der Eischale hat keinen Einfluss auf die Qualität und den Geschmack des Eis. Die braunen Eier werden in Nordeuropa bevorzugt. Die Schale der braunen Eier ist weniger porös und so können sie möglicherweise etwas länger frisch sein.

Gesundheit

Ein Ei gehört von Natur aus zu den biologisch wertvollsten Lebensmitteln und liefert unserem Körper viele lebenswichtige Nährstoffe. Das Eiweiss ist hochwertiger als das von Fleisch oder Fisch. Die essentiellen Aminosäuren werden zu 90% im Körper verwertet. Eigelb und Eiklar sind in ihrer Zusammensetzung verschieden.

Das wichtigste Vitamin im Hühnerei ist das Vit. A und das ss-Karotin. Beide sorgen für die Elastizität des Auges und bewirken ein besseres Nachtsehen. Das im Hühnerei enthaltene Vit. D deckt 30% des Tagesbedarfs. Auch der Gehalt an Vit. B1, B2 und B6 sowie Vit.K und Vit. E ist erwähnenswert. Bei den Mineralstoffen sind Kalium Eisen und Phosphor hervorzuheben. An Spurenelementen sind Kupfer, Mangan, Jod und Fluor enthalten.

Wie viel Eier darf ich essen?

Aufgrund ihres Cholesteringehaltes werden Eier oft unberechtigt als „ungesund“ bezeichnet. Cholesterin befindet sich hauptsächlich in Lebensmitteln tierischer Herkunft in sehr unterschiedlichen Konzentrationen (Innereien, Eigelb, Krustentiere, Vollmilcherzeugnisse, Fleisch- und Wurstwaren). Besteht eine Störung im Fettstoffwechsel oder ein erhöhter Cholesterinsiegel, sollte man bei Eiern nicht sorglos zugreifen. Ein Ei der Gewichtsklasse M enthält ca. 200-250 mg Cholesterin. Der Tagesbedarf entspricht etwa 300 mg, wobei zu berücksichtigen ist, dass nur etwa 50-60% des Nahrungscholesterins resorbiert werden. Auf das Frühstücksei, ein- bis zweimal pro Woche braucht nicht unbedingt verzichtet werden, zumal auch anderweitige Einschränkungen in der Nahrung erwogen werden können.

Wie lange kann ich ein Ei aufheben – Kennzeichnung von Hühnereiern

 Das Mindesthaltbarkeitsdatum spricht von 28 Tagen (ab dem 22. Tag dürfen Eier nicht mehr an den Verbraucher geliefert werden). Am besten schmecken Eier, wenn sie zwischen 3 und 10 Tage alt sind.

Aber von aussen kann man keinem Ei dessen Alter ansehen.

Die erste Zahl gibt Auskunft über die Haltungsform von Legehennen.
0 – ökologische Erzeugung 1 – Freilandhaltung 2 – Bodenhaltung 3 – Käfighaltung  DE steht für Deutschland, dann kommt eine Zahlenkombination für Erzeugerbetrieb und Stallnummer.

Das Legedatum ist nicht auf dem Ei abgedruckt. Hier muss man auf den Kartonaufdruck achten. Finden sie kein Legedatum hilft nur eins: Sie nehmen das Datum, von dem an man die Eier kühl aufheben sollte, rechnen 18 Tage zurück, und schon haben sie das Legedatum. 18 Tage lang wirkt nämlich der bakterizide Selbstschutz der Eier: Salmonellen können in dieser Zeit bei Zimmertemperatur nicht ins Ei-Innere eindringen. Deshalb: ältere Eier immer unbedingt kühl lagern.

Frischtest fürs Ei

 Sie legen es ins Wasser. Nur ein ganz frisches Ei bleibt am Boden liegen, ältere richten sich auf oder schwimmen gar an der Oberfläche. Der Grund: mit der Zeit verdunstet Wasser aus Eidotter und Eiklar durch die Schale. Die fehlende Masse wird durch Luft ersetzt; je mehr Luftkammern, desto besser schwimmt das Ei.

Lagerung

Durch die poröse Schale können Gerüche und Bakterien ins Ei eindringen. Am besten im Spezialfach im Kühlschrank aufbewahren, weit entfernt von riechenden Lebensmitteln. Eier in der Schale halten sich 3-4 Wochen. Aufgeschlagene ganze Eier sind 2 Tage haltbar. Eigelb mit Wasser bedeckt ebenfalls zwei Tage und Eiklar bis 14 Tage haltbar. Gefrorene Eimasse hält sich etwa 4 Monate.

Wie schütze ich mich vor Salmonellen?

Je frischer ein Ei ist, desto weniger Vermehrungschancen haben eventuell vorhandenen Salmonellen.

Erst durch unsachgemässe Lagerung oder Verwendung der Eier oder durch mangelnde Küchenhygiene können sich Salmonellen soweit vermehren, dass die Infektionsschwelle überschritten wird. (Salmonellen vermehren sich bei Temperaturen unter +6ºC praktisch nicht, bei Zimmertemperatur aber explosionsartig) Heben sie Eier immer getrennt von anderen Lebensmittel auf (Eierfach im Kühlschrank), damit die Salmonellen nicht wandern können.

Tipps für den Umgang mit Eiern

  • Eier möglichst frisch kaufen und bald verbrauchen.
  • Eier immer bei Kühlschranktemperatur aufbewahren.
  • Für Speisen, die rohe Eier enthalten, wie Mayonnaise, Weinschaumsosse, Tiramisu, Mousse au Chocolat nur ganz frische Eier verwenden.
  • Frühstückseier in kochendes Wasser legen und mindestens 5 Minuten brodeln lassen.
  • Eier, denen das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist, nur noch stark erhitzt verzehren. Eier mit beschädigter Schale besser wegwerfen oder nur für stark erhitzte Speisen verwenden.

Wie koche ich Eier?

  • Weiche Eier 3-4 Minuten
  • Wachsweiche Eier 5-6 Minuten
  • Harte Eier 8-10 Minuten

Platzt ein Ei trotzdem, geben Sie sofort Essig oder Salz ins Wasser, das Auslaufen wird so gebremst.

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