Was ist eigentlich ein Brotaufstrich?

Brotaufstrich_01Geschichte

HonigEin Vorläufer des süssen Brotaufstriche ist sicher der Honig, ein wirklich leckeres Naturprodukt.

Auch der Apfel- und der Birnendicksaft, oder auch als Apfelkraut bekannt, ist eine sehr alte Methode, Obst als haltbaren Aufstrich zu verwerten. Dabei werden die Äpfel solange gekocht, bis der darin enthaltene Zucker quasi karamellisiert ist. Der Apfeldicksaft kann ausgezeichnet als Süssungsmittel in Aufstrichen verwendet werden.

ButterDie Butter ist, wie auch der Honig, ein sehr alter, absolut naturbelassener Brotaufstrich. Die Butter war und ist ein wichtiger natürlicher Brotaufstrich, der
heutzutage leider nur als Belag unter der Wurst oder Käse gestrichen wird. Ein frisch gebackenes Brot mit Butter drauf steht bei vielen Menschen noch hoch im Kurs!

Warum Brotaufstriche selbst herstellen?

Wenn man einen Brotaufstrich selbst herstellt, kann man die Ausgangsstoffe und die Qualität dieser Produkte auch selbst bestimmen. Das heisst man kann ihn immer frisch machen, man kann Bioprodukte oder auch nicht verwenden, den Fettanteil selbst bestimmen, das Süssungsmittel und die Wahl und Menge der Gewürze.

Eben alle Zutaten, die das Ausgangsprodukt zur persönlichen Zufriedenheit ausfallen lassen. All dies kann man bei fertig hergestellten Produkten nicht beeinflussen und so muss man das verzehren, was der Hersteller im Produkt verarbeitet, was häufig der Gesundheit nicht zuträglich ist.

Nützliche Küchenhilfen für Aufstriche

MesserGute, scharfe Messer und ein elektrischer Mixer oder eine Küchenmaschine mit Schneidemesser nehmen langwieriges Pürieren und Zerkleinern ab. Auch ein Mörser kann gute Dienste leisten, denn man kann Gewürze darin sehr fein zerreiben, wobei sie ein besonders intensives Aroma entfalten. Auch kann ein elektrisches Rührgerät für Aufstriche, die cremig gerührt werden müssen, nützlich sein.

Es geht aber auch ein Schneebesen.

Gesundheitlicher Aspekt und Nutzen von Brotaufstrichen

Wurst und Fleisch sollten nur 2-3 mal pro Woche gegessen werden.
Grund dafür sind die darin enthaltenen tierischen Fette, die sich sehr ungünstig auf unseren Fettstoffwechsel auswirken können. Ausserdem enthalten Wurst und Käse recht viel Fett, so dass die Gesamtenergiemenge mit einem belegten Brot schnell überschritten wird.

Gemüse oder Obst finden auf dem Brot oft keinen Platz mehr.

In Zeiten, wo die Deutsche Krebsgesellschaft   5 x am Tag Obst und Gemüse empfiehlt, entspricht ein Gemüseaufstrich den Anforderungen eher als ein Wurstbrot.

Bei schonendem Dünsten des Gemüses bleiben die wichtigen Vitamine und Schutzstoffe weitestgehend erhalten.

Sojaprodukte wie Sojabohnen oder Tofu sind eine ideale Basis für Aufstriche, denn sie enthalten mehr Protein als die entsprechende Menge Fleisch und zusätzlich wertvolle Schutzstoffe. Dasselbe gilt für Hülsenfrüchte, die leider viel zu selten auf den Tisch kommen.

Ausgangsprodukte für Brotaufstriche

Butter ist eine ideale Grundlage für verschiedene Brotaufstriche.
Aufgrund ihres hohen Fettgehaltes ist sie ein guter Geschmacksträger.
Sie sollte immer ganz frisch sein und Zimmertemperatur haben, damit sie sich gut verarbeiten lässt. Harte Butter wird schnell streichfähig, wenn sie eine Schüssel mit heissem Wasser ausspülen und über die Butter stülpen.

Aromatisierte Butter ist rasch zubereitet und kann auf Vorrat hergestellt werden. Am besten formen sie die Butter in eine Rolle und umwickeln sie fest mit Alufolie. So hält sie sich im Kühlschrank etwa 1 Woche. Tiefgefroren ist sie bis zu 3 Monaten haltbar.

OLYMPUS DIGITAL CAMERAErdnussbutter eignet sich auch als Basis für einen Aufstrich, ist jedoch sehr dominierend im Geschmack und sollte nur mit Gemüse gemischt werden.

Quark, Frischkäse oder Tofu eignen sich aufgrund ihres neutralen Geschmacks hervorragend für süsse als auch pikante Aufstriche, weil sie sich mit den anderen Zutaten gut vertragen und ihren Geschmack gut hervorbringen. Es können selbstverständlich auch fettreduzierte Sorten verwendet werden (recht gut eignet sich 20 % iger Quark). Wenn sie Magerquark verarbeiten, dann noch etwas Milch dazugeben.

Quarkaufstriche nach Möglichkeit frisch zubereiten.
Sollten sie den Aufstrich für eine weiteren Tag zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren, noch einmal vor dem weiteren Verbrauch kräftig durchrühren, damit er wieder schön glatt wird.

GemuesemischungGemüse lässt sich ausgezeichnet zu Brotaufstrichen verarbeiten, egal ob mediterran, mexikanisch, arabisch oder asiatisch angehaucht.

Es empfiehlt sich für die Aufstriche das Gemüse vorher zu dünsten, rohes Gemüse gärt leicht oder wird bitter, deshalb sind diese Aufstriche nur 1-2 Tage haltbar. Ausnahme sind Brotaufstriche mit Avocado, dessen Konsistenz schon cremig genug ist.

Butter, Erdnussbutter oder etwas Öl sind notwendig, um die entsprechende Geschmeidigkeit und die Streichfähigkeit in den Aufstrich zu bringen.

Verarbeiten lässt sich eigentlich jedes Gemüse.

Obst und Trockenobst, das letztere eignet sich viel besser für Aufstriche, denn es sind keine frischen Produkte, die leicht gären.
Trockenobst muss vor dem zerkleinern eingeweicht werden, am besten in
Fruchtsäfte.

KichererbsenHülsenfrüchte eignen sich ganz besonders gut für Brotaufstriche.

Nach Einweichen und Kochen lassen sie sich ausgezeichnet pürieren und haben meist eine sehr cremige Konsistenz. Sojabohnen enthalten schon recht viel fett, so dass man  auf zusätzliches Öl oder Butter verzichten kann. Verschiedene Gewürze zaubern die verschiedensten Geschmacksrichtungen.

Also wie man sieht gibt’s den gesunden Brotaufstrich für jeden Geschmack.

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