Salbei

Salbei

…Allgemeines und Historisches:

Auf trockenen und felsigen Hängen an den Nordküsten des Mittelmeeres wächst Salbei wild. Es gibt verschiedene Arten und Sorten, die nicht alle für die Küche geeignet sind. Den Griechen war der Salbei heilig und sie versuchten, mit ihm die Götter gnädig zu stimmen. Auch die Römer benutzten den Salbei, der Gattungsname Salvia bedeutet Heil, auf ihn geht der deutsche Name zurück. Nach Jacobus Theodorus Tabernaemontanus war Salbei um 1600 n.Chr.: „… jederman wol bekannt / ein gutes Küchenkraut.“ Mit Mönchen gelangte er über die Alpen nach Mitteleuropa. Salbei galt als Allheilmittel. Chinesen tauschten im 17. Jahrhundert für eine Kiste Salbei drei Kisten Tee ein. Sie hielten den Salbei für lebensverlängernd. Es gibt heute viele Salbei-Varietäten.

…Volksmedizinisches und Heilkundliches:

Salbei enthält ätherisches Öl, ist keimhemmend (speziell bei Bakterien und Pilzen), weshalb er für schlecht heilende, entzündete Wunden und Erkrankungen im Mund- und Rachenraum verwendet wird. Er regt Leber und Galle an und wirkt bei Fieber schweißtreibend, sonst schweißhemmend. Salbei soll bei Verstopfung, Durchfall und chronischen Ermüdungserscheinungen helfen und ein kreislaufanregendes Mittel sein.

…Küche:

In der Küche werden vornehmlich junge Blätter verwendet. Da Salbei eine große Würzkraft besitzt, sollte er nur sparsam eingesetzt werden. Typische Gerichte mit Salbei sind: Fleisch-, Fischgerichte, Hammel, Lamm, Ente, Leber, Blutwurst, Suppen (speziell Aalsuppe), Käsegerichte, Gans, Schweinefleisch, Würste, Aal, Leber, Kalb, Salat, dicke Bohnen, Erbsen und Hühnerleber. In der Pharmaindustrie findet das Öl z.B. in Mundwässern Verwendung.

…Garten und Anbau:

Ab Februar kann Salbei im Haus vorgezogen werden. Nach den letzten Nachtfrösten wird er ins Freiland gepflanzt, an eine sonnige Stelle mit kalkreichem, gut durchlüftetem Boden. Salbei läßt sich auch gut durch Stecklinge vermehren. Im Herbst wird der Salbei auf Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten und mit Reisig abgedeckt. Im Frühjahr wird das Reisig wieder entfernt, und der Salbei wird erneut zurückgeschnitten. Salbei verträgt sich sehr gut mit Rosmarin und Möhren.

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