Rosmarin

Rosmarin…Allgemeines und Historisches:

Rosmarin wächst wild an den Küsten des Mittelmeeres. Den Ägyptern, Griechen, Römern und Juden war der Rosmarin heilig. Die Griechen weihten den Rosmarin der Aphrodite; Jungfrauen waren mit Rosmarin bekränzt. Die Römer brachten den frostempfindlichen Rosmarin nach Mitteleuropa. Rosmarin galt als Grün der hoffenden Liebenden und als Liebesbeweis. Junge Paare steckten einen Rosmarinzweig in die Erde, wuchs er an, verhieß dies Glück für die Ehe. Allgemein galt Rosmarin als Sinnbild für Treue und Verläßlichkeit, er sollte das Gedächtnis stärken und war daher das Symbol der Treue für Liebende. Er sollte auch Geister abwehren. Zur Luftreinigung wurde Rosmarin in Krankenzimmern verbrannt und in Pestzeiten ein Säckchen mit Rosmarin um den Hals getragen, um eine Ansteckung zu verhindern.

…Volksmedizinisches und Heilkundliches:

Rosmarin enthält ätherisches Öl und wirkt ausgleichend auf Nerven und Kreislauf, hilft bei Erschöpfung, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen und als Salbe bei Rheuma, Nervenentzündungen und Krämpfen. Rosmarin regt die Gallen- und Magensaftproduktion an; wirkt desinfizierend und hautreizend. Es gibt Empfehlungen, die Rosmarin in der Schwangerschaft als schädlich ansehen.

…Küche:

In der italienischen Küche ist Rosmarin stark vertreten. Zu Kartoffeln, Teigwaren, Gemüse und in Soßen, zum Fleisch, speziell bei Lamm, Kitz, Kalb, Kaninchen, aber auch Fisch und Muscheln wird Rosmarin zusammen mit Wein und Knoblauch verwendet. Für Salate eignen sich Rosmarinblüten. Rosmarin ist aber auch beim Bierbrauen und im Wein, in Backwaren, Gelees und Limonaden sowie in der Parfüm- und Kosmetikindustrie beliebt.

…Garten und Anbau:

Rosmarin wird am besten als Jungpflanze beim Gärtner gekauft oder im Juni oder Juli aus Stecklingen gezogen. Rosmarin ist eine frostempfindliche Pflanze und muß im Winter auch in geschützten Lagen abgedeckt werden. In ungünstigen Lagen empfiehlt es sich, den Rosmarin auszugraben und im Haus bei 8-10°C an einem hellen Ort zu überwintern. Ab Mai kann er dann wieder an einem windgeschützten, sonnigen Ort mit durchlässigem Boden (am besten aus Sand, Lehm, Kompost) ausgepflanzt werden.Besonders empfindlich sind die Rosmarinhochstämmchen, die in den letzten Jahren angeboten werden. Der Boden darf aber nicht zu lehmig sein, da Rosmarin es etwas trockener mag. Rosmarin sollte gelegentlich etwas gedüngt werden. Salbei und Möhren sind gute Nachbarn für den Rosmarin.

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