Herbstgemüse – Kürbis

  • Botanisch gesehen zählt der Kürbis zu den BEEREN – so wie Orangen und Tomaten übrigens auch! Auch Gurken, Zucchini und Melonen gehören zu den Kürbisgewächsen.
  • Kürbis wurde schon vor rund 9.000 Jahren angebaut – und gehört damit zu den ältesten Kulturpflanzen überhaupt.

Dekorativ, vielseitig und immer köstlich

Es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben, Sorten und Grössen, von tennisballgross bis zentnerschwer.

  • Ein echter Riese unter den Kürbissen ist der „Atlantic Giant“: Stolze 821 Kilo brachte ein Exemplar in den USA auf die Waage.

KuerbisvielfaltDa leuchten im klaren Orange die dünnschaligen Hokkaidos, die so praktisch sind, weil handlich und klein, und die obendrein eine so dünne Schale haben, dass man diese tatsächlich nicht mühsam entfernen muss. Sie löst sich nämlich beim Kochen auf.

Es gibt die riesigen, gefleckten Ölkürbisse, aus deren schalenfreien, dunkelgrünen Kernen man das köstliche Kürbisöl presst, die gewaltigen Gärtnerkürbisse, die früher als einzige bei uns bekannt waren, bevor die anderen Varianten in unsere Gärten eingedrungen sind.

Bildschön sind auch die dunkelgrünen und die bräunlichen Muskatkürbisse, mit ihren ausgeprägten, dicken, dekorativen Rippen.

Und schliesslich die ganze Palette der niedlichen Zierkürbisse, die als Tischdekoration die leuchtenden Herbstfarben ins Zimmer bringen.

HalloweenkuerbisDie Halloweenkürbisse eignen sich weniger zum Verzehr. Sie sind tatsächlich speziell für die Dekoration und das Schnitzen gezüchtet.

Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass der Kürbis unverletzt ist, der Stil dran und die Frucht ausgereift ist.
Einige reife Kürbisse klingen hohl, wenn man auf die Schale klopft. Andere bestehen aus massivem Fruchtfleisch und können daher nicht hohl klingen ….
Reif ist ein Kürbis, wenn er beim Drücken nur wenig nachgibt. Ein unversehrter Kürbis lässt sich übrigens hervorragend lagern. Bei 15 bis 20 Grad halten sich einige Sorten bis in den Frühling.

Gesundheit:

Kuerbis_vorbereitenDas Fruchtfleisch enthält reichlich Wasser und Ballaststoffe und fördert damit die Verdauung. Kürbisfleisch enthält auch Phytosterine, die Prostataleiden lindern und den Cholesterinspiegel senken sollen. Ausserdem enthält das Fruchtfleisch reichlich Carotinoide, die Vitamin A liefern und dadurch das Immunsystem stärken und eine krebshemmende Eigenschaft besitzen. Alpha- und Beta-Carotin haben den Vorteil, dass ihnen das Erwärmen nicht so schadet. Das Vitamin E im Kürbis stärkt das Immunsystem, die Zellwände und wirkt gegen freie Radikale. Dadurch kann er vor Krebs, Schlaganfall und Herzinfarkt schützen.

Kürbiskerne und -öl

Aber nicht nur das Fruchtfleisch ist überaus gesund. Auch die Kürbiskerne und das aus ihnen gewonnenen Öl haben es in sich.

Kuerbiskernoel-mit-FlascheMit dem nussig schmeckenden Öl lassen sich z.B. sehr aromatische Salatsaucen kreieren. Man sollte es wegen der wertvollen Inhaltsstoffe nur kalt verwenden. Es ist reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren, die z.T. auch essentiell sind. Das heisst der Körper kann sie nicht selbst herstellen, braucht sie aber um gesund zu bleiben.

  • 2,4 Kilo Kürbiskerne aus etwa 30 Ölkürbissen braucht man für 1 Liter feinstes Kürbiskernöl.

Auch Kürbiskerne sind sehr gesund – und leider auch sehr kalorienreich, da sie zur Hälfte aus Fett bestehen. Die Kerne sind ausserdem reich an Nährstoffen wie Phosphor, Kalzium, Kalium, Magnesium und Eisen. Sie enthalten sehr viel Zink und Mangan, was für gute Laune sorgt und gegen Müdigkeit wirkt.

Pumpkin_Seeds_macro_1Kürbiskerne sollten also trotz des hohen Fettgehalts fester Bestandteil der Nahrung sein. Ausserdem enthalten Kürbiskerne Selen, das die Zellen schützt, den Blutdruck reguliert und Erkrankungen der Harnwege lindert. Mehr Vitamin E als der Kürbiskern enthält nur
ungeschälter Leinsamen.

Kürbiskerne können nicht nur geröstet als Knabberkerne gereicht werden: Über einen frischen Salat gestreut, geben sie dem Ganzen ein würziges Aroma.

  • Allroundtalent: In Indien macht man Musikinstrumente aus Kürbissen, in Südamerika Rumbakugeln, in China basteln sie daraus Vogelkäfige und in Ozeanien Masken.

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