Chili

Chili…Pflanzenfamilie:

Chili gehört zur grossen Gattung der Paprikapflanzen (Capsicum) und somit in die Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceä).

…Verwendeter Pflanzenteil:

Die Früchte werden teils reif und teils unreif geerntet. Im allgemeinen gilt bei Chili-Früchten: je kleiner, desto schärfer;
unreife – also grüne – Früchte sind nicht so scharf wie reife rote.

…Aroma und Geschmack:

den meisten Europäern fällt auf Anhieb nur „Schmerz“ ein, nicht die darunter verborgende Vielfalt an Aromen. Dabei werden verschiedene Sorten als fruchtig, blumig und rauchig beschrieben.
Die Schärfe ist das wichtigste Geschmacksmerkmal der Chilis und wird durch den Wirkstoff Capsaicin verursacht. Er sitzt hauptsächlich in den weissen Scheidewänden und Samen.

…Heilkräfte:

Frischer Chili ist reich an Vitamin C. Zudem regt das scharfe Gewürz den Stoffwechsel und die Darmtätigkeit an – Mahlzeiten werden leicht verdaulich und liegen nicht schwer im Magen. Für Pharma-Zwecke werden aus Chili-Extrakten muskelwärmende und durchblutungsfördernde Salben hergestellt.

…Küche:

Wenn es um frische Chilis geht, sind Wochenmärkte die beste Adresse.
Beim Kochen mit Chili kommt man zwar nicht umhin, sich eine gewisse Schärfetoleranz anzueignen, aber mit bestimmten Tricks kann man den Übergang angenehmer gestalten, zum Beispiel mildere Sorten oder weniger Früchte verwenden oder die Samen und Scheidewände entfernen.

…Vorsicht:

Die Hände nicht in die Nähe der Augen oder Schleimhäute bringen, denn das für die Schärfe verantwortliche Capsaicin führt zu schmerzhaften Reizungen. Daher empfiehlt sich, bei der Verarbeitung von Chilis Haushaltshandschuhe zu tragen.

…Aufbewahrung:

Die einfachste Möglichkeit, Chilis haltbar zu machen, ist sie zu trocknen. Am besten eignen sich dazu dünnfleischige Sorten. Die Chilis werden mit einer Nadel auf einen Faden gezogen und zum Trocknen aufgehängt und  anschliessend im Ganzen luftdicht und trocken aufbewahrt. Erst zur Weiterverwendung werden sie zerkleinert oder gemahlen.

Da die Chilis durch den Trockenvorgang ihre Schärfe noch intensivieren, kann man mit Messer oder Schere das Stilende abschneiden und den Samen herausschütteln. Ausserdem lassen Chilis sich gut einfrieren. Zerkleinert oder als Ringe in Streifen geschnitten und auf einem Brett vorgefrostet, kann man sie in kleinen Mengen wieder entnehmen.

…Tipp:

Chilischoten aufschneiden, in Streifen schneiden und in Eiswasser
legen. Daraus formt sich eine kleine Bluete. Sie kann als Dekoration
verwendet werden.

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