Basilikum

BasilikumBeschreibung:

Basilikum ist eine einjährige, recht buschig wachsende Pflanze mit einer Höhe von 20 bis 60 cm.
Man erkennt sie an den eiförmigen, glatten, dunkelgrünen Blättern,die auf einem kurzen Stiel sitzen. Die kleinen Blüten erscheinen von Juni bis September und erinnern in ihrer Gesamtheit an eine Ähre.
Die verschiedenen auf dem Markt angebotenen Kulturformen unterscheiden sich in Blattfarbe, Größe, Aroma, Wachstumsart und Ansprüchen. Grundsätzlich sind die grünblättrigen Sorten robuster und keimfreudiger.

Allgemeines und Historisches:

Der Name Basilikum stammt aus dem Griechischen und bedeutet „königlich“, wegen des würzigen, edlen Duftes.

Die Pflanze stammt nach heutigen Erkenntnissen ursprünglich vom afrikanischen Kontinent. Vor rund 4000 Jahren begann man Basilikum als Gewürz zu verwenden. Zuerst in Indien dann gelangte es über Persien ins Mittelmeergebiet.

In Deutschland wird die Pflanze seit dem 12. Jahrhundert kultiviert.
Im Mittelalter galt ein überreichtes Sträußchen Basilikum als Aufforderung zum Liebesspiel.

Auf der Blattoberseite besitzt Basilikum winzige Drüsenhaare, die ätherisches Öl, besonders bei direkter Sonnenbestrahlung verdunsten lassen und somit den betörenden Duft bewirken.

Volksmedizinisches und Heilkundliches:

Basilikum wirkt krampflösend und verdauungsfördernd. Außerdem wirkt ein Tee, bei dem man ein Teelöffel Kraut pro Tasse 10 Minuten ziehen lässt, bei Erkältungen schleimlösend und schweißtreibend.
Früher galt Basilikum als Mittel gegen Schwermut.

Küche:

Besonders gut passt Basilikum zu Tomaten. Es eignet sich aber auch für Salate, Mayonnaise, Sauce Vinaigrette, Paprikaschoten, Auberginen, Schwarzwurzel und Spargel.
Basilikum paßt zu Lamm-, Schweine- und Hackbraten, Fisch und ist in Leberwurst enthalten.
Kartoffel- und Zwiebelsuppe, aber auch Hülsenfrüchte werden damit pikant gewürzt.

Basilikum erst zum Schluß beim Kochen zugeben, da sonst das Aroma verloren geht. Auch bei Salaten erst unmittelbar vor dem Servieren zugeben, da Salatsossen mit Essig den frischen Geschmack beeinträchtigen.

Beim Trocknen verändert sich das Aroma. Werden dann die Blätter noch zerkleinert, verliert es noch mehr an Geschmack.

Man kann Basilikum aber wunderbar einfrieren oder in Öl einlegen.
Zum Tiefgefrieren die Blätter am besten pürieren und mit wenig Wasser in der Eiswürfelschale einfrieren.
Für den Winter, wenn es für den Anbau zu kalt ist, läßt sich Pesto gut im Voraus herstellen. Das ist besser als ganz auf dieses leckere Küchenkraut zu verzichten.

Garten und Anbau:

Im Mittelmeerraum ist Basilikum eine mehrjährige Pflanze. Da sie aber sehr frostempfindlich ist, übersteht sie bei uns den Winter nicht.

Basilikum kann ab März oder April vorkultiviert werden. Die Samen, die nicht mit Erde bedeckt werden dürfen, keimen innerhalb einer Woche. Die schwarzen Samen färben sich bei Kontakt mit Wasser blau, sie sind von einer Schicht umgeben, die Wasser aufnimmt und dabei die Farbe ändert.

Neben der Vermehrung mittels Samen ist auch eine Stecklingsvermehrung möglich. Die besteht darin, abgeschnittene Stängel in Wasser zu stellen. Nach einigen Tagen treiben sie Wurzeln und können verpflanzt werden.

Eine Kultur in kleinen Töpfen für die Fensterbank ist auch im Winter möglich, ist aber nicht einfach. Es benötigt vor allem viel Licht und viel Wärme , darf jedoch keinem Wind ausgesetzt werden. Es wird am besten in Topfpflanzenerde angepflanzt, mit ausgeglichener Nährstoffversorgung.

Tipps für den Anbau zu Hause: Das größte Problem bei der Anzucht der Keimlinge ist die so genannte Auflauf-Krankheit. Werden die Keimlinge ungünstigen Bedingungen ausgesetzt (zu trocken, zu heiß, zu kalt, rasche und/oder relativ große Temperaturwechsel, zu viel Dünger), so „kippen“ sie einfach um; es sieht aus, als wären sie am Stielansatz mit einem Faden abgebunden worden. Umgekippte Keimlinge sind nicht zu retten.
Am besten ist es, wenn man die Gefäße, nachdem man die Saat in sie eingebracht hat, mit Klarsichtfolie abdeckt, in die zur besseren Luftzirkulation Löcher gestochen werden. Dadurch ergibt sich ein feuchteres Klima für die Pflänzchen, auch Wärme hält sich so im Topf etwas besser.
Sobald die Pflänzchen mehr als vier Blättchen gebildet haben, sollte man sie pikieren.

Im Garten werden die Blätter bei starker Sonnenbestrahlung schnell derber und der Geschmack herber. Man pflanzt man Basilikum am besten neben Tomaten, damit die Schnecken fernbleiben.

Zur Ernte empfiehlt es sich ganze Triebe (Stiel mit Blättern) abzubrechen, damit sich neue Seitentriebe bilden und die Pflanze dadurch buschiger wird. Neben der reicheren Ernte ist ein weiterer Vorteil dieser Methode, daß sich keine Blüten bilden, die den Blättern nur das Aroma entziehen würden.

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